Denkwerkstadt Nahrungswandel

Aktuell

Bokashi
Ökologische Behandlung von Holz für Gartenbauten
Workshop - Kimchi, Sauerkraut und Co. (WANDELWOCHE)
Workshop - Pilze zu Hause züchten (Jugendtheaterwerkstatt Spandau)

Themen

Haushaltsmittel & Körperpflege

Bei Haushaltsmittel & Körperpflege geht es um die Wirkungsweisen von Zutaten und Inhaltsstoffen und die Herstellung von Produkten für Dich und Dein Zuhause: vom Spülmittel bis zur Sonnencreme. Im Workshop wird gezeigt wie Du selber einfach, nachhaltig, günstig und gesund herstellen kannst, was du brauchst.

Kieztour

Utopia Berlin

Nach welchen Prinzipien können unsere Städte gestaltet werden, damit auch zukünftigen Generationen unsere Lebensqualität erhalten bleibt? Berlin bietet heute schon eine Vielzahl von Initiativen, die versuchen, ihre Vision von sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit zu leben. Komm mit auf unsere drei Kieztouren und entdecke Seiten Berlins, in der die Zukunft schon Realität geworden ist.

Touren

Wilder Osten Friedrichshain - Leben und wohnen zwischen den Systemen
Schöneberg - Zwischen Wildnis und Freizeitpark
Mitte - Im Herzen Berlins zwischen Fischerkiez und Holzmarkt
Wedding (Radtour) - Wildes Grün in der Stadt
Kreuzkölln (Radtour) - Zwischen urbanen und Schrebergärten
Spandau (Radtour) - Peripherie zwischen Brennpunkt und grüner Oase

Dauer der Kieztouren je 4-5 Stunden
Teilnahme auf Spendenbasis
Um vorherige Anmeldung wird gebeten

email: post@denkwerkstadt-berlin.de

DIY

Bokashi

Bokashi bezeichnet eine Methode, organische Abfälle vor ihrer Verkompostierung so zu fermentieren, dass sie unseren Kulturpflanzen bzw. den Bodenlebewesen, die zu ihrem Gedeihen beitragen, besonders zu Gute kommen sollen. Diese Methode wurde in den 1980ern von Teruo Higa entwickelt und neben der Landwirtschaft in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt: Bodengewinnung, Düngung, Wasserreinigung, Rohrfrei, Putzmittel etc. Grundlegend ist dabei immer die Bedeutung von Mikroorganismen bei der Verrotung oder Umwandlung organischen Materials. In einer kleinräumigen städtischen Landwirtschaft ist Bokashi von besonderer Bedeutung, weil er diese Umwandlungsvorgänge beschleunigt und so beeinflusst, dass sie auf eine für uns gesunde Weise vonstatten gehen. Zum Beispiel wird dadurch die Verkompostierung sämtlicher Küchenabfälle innerhalb der eigenen Wohnung stark erleichtert.

Im Workshop werden wir gemeinsam mit Agnes Duda von der Klimawerkstatt - Spandau die Prinzipien des Bokashi erläutern und einige Beispiele vorführen. Ausserdem wollen wir Euch zeigen, wie Ihr einen Bokashi-Behälter selbst basteln könnt. Falls Du keine Indoor-Kompostierung machst, kannst Du Deinen Bokashi im Prinzessinnengarten am Moritzplatz vorbeibringen, die Würmer freuen sich!

Der Workshop wird vom Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Kooperation mit der Wandelwoche organisiert. Melde dich bitte an:
bodenschaetzen@workstation-berlin.org

Wo: Prinzessinenngärten Berlin (Moritzplatz), direkt an der U8 Moritzplatz
Wann: 31.10.2020, 12:00 - 14:30 Uhr

Ökologische Behandlung von Holz für Gartenbauten

Holz eignet sich sehr gut für den Bau von Hochbeeten oder Pflanzkisten. Es integriert sich als Naturmaterial schön und emittiert keine umweltbelastenden Substanzen. Leider ist heimisches Holz ohne Weiteres nicht sehr haltbar, wenn es der Witterung ausgesetzt ist. Im Workshop zeigen wir, wie man selber ungiftige Farbe aus einfachen Zutaten herstellen kann, die das Holz schützt und dauerhaft gut aussehen lässt. Wir stellen im Workshop die Farbe gemeinsam her und setzen sie gleich für den Schutz der Hochbeete im Gemeinschaftsgarten ein. Wer den Schutzanstrich selber ausprobieren möchte, kann ein Schraubglas mitbringen und Farbe mit nach Hause nehmen. Der Workshop ist in Zusammenarbeit mit der Klimawerkstatt-Spandau Bitte meldet Euch an:

garten@klimawerkstatt-spandau.de

Wo: Jugendtheaterwerkstatt Spandau, Gelsenkircher Str. 20, 13583 Berlin
Wann: 08.10.2020, 17:00 - 18:00 Uhr

Kimchi, Sauerkraut und Co. – Gemüse fermentieren

In der Denkwerkstadt Nahrungswandel stellen wir das aktuelle Ernährungssystem in Frage und experimentieren mit Formen der Verarbeitung und Produktion von Nahrungsmitteln und anderen Alltagsdingen. Das Thema Subsistenz ist aus unserer Sicht für einen radikalen gesellschaftlichen Wandel entscheidend. Seine Lebensmittel von Grund auf selbst zu verarbeiten ist eine wichtige Erfahrung gesellschaftlicher Zusammenhänge sowie des eigenen Vermögens. Z.B. eröffnet das Thema Fermentation ein riesiges Spektrum sich überschneidender Kenntnisse: vom Sauerkraut zum ökologischen Putzmittel zum Kompost zum Sparen von Strom für den Kühlschrank zu lebensnotwendigen Vitaminen zur Rettung von Lebensmitteln zur Aufbereitung von Wasser in Kläranlagen usw. Ihr könnt bei der Klärgrube anfangen umd beim Sauerkraut enden oder umgekehrt. Wir wollen mit Euch bei Sauerkraut und Co. beginnen.

Auf dem Workshop zeigen wir Euch, wie man mit einfachsten Mitteln Gemüse zu Kimchi oder Sauerkraut verarbeiten kann, und wie man es milchsauer einlegt. Der Workshop findet im Rahmen der Wandelwoche statt. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 10 Personen begrenzt: Meldet Euch über unsere Emailadresse an.

Wo: Prinzessinenngärten Berlin (Moritzplatz), direkt an der U8 Moritzplatz
Wann: 10.09.2020, 15:00 - 17:00 Uhr

post@denkwerkstadt-berlin.de

Fermentation

Foodsaver stehen immer wieder vor der Herausforderung, mit dem vielen Gemüse und Obst zurande zu kommen, das ansonsten weggeworfen worden wäre. Aber auch wer einen Garten besitzt und ab und an mit saisonalen Überangebot konfrontiert ist, möchte keine Lebensmittel verkommen lassen. Es milchsauer zu fermentieren ist eine einfache Möglichkeit, Gemüse auch ohne Kühlschrank haltbar zu machen. Darüber hinaus produzieren die Milchsäurebakterien viele Vitamine und Mineralien, die wir zum Leben brauchen. Aber Früchte lassen sich durch alkoholische Gärung und Essigherstellung fermentieren und dadurch lange haltbar machen. In unseren Workshops zeigen wir Euch, wie man mit wenigen Handgriffen und einfachsten Mitteln Lebensmittel fermentieren kann.

Wir bieten folgende Themen an: Gemüse fermentieren, Sauerkraut, Kimchi, Bier, Wein, Kombucha und andere fermentierte Getränke

Sauerteig

Die Verarbeitung und Gewinnung von Sauerteig ist eine der aeltesten (mikrobiologischen) Kulturpraktiken. Ohne Sauerteig laesst sich Roggenmehl nicht zu einem gut verdaulichen Brot verarbeiten. Warum das so ist, wie man ein Roggenbrot backen kann und welche Aufgabe der Sauerteig dabei hat stellen wir Euch in unserem Workshop vor. Ausserdem zeigen wir, wie sich innerhalb wenigen Tage wilde Hefen und Milchsäurebakterien für einen neuen Sauerteigansatz gewinnen lassen.

Pilzzucht

Pilze sind neben Pflanzen und Tieren das dritte Reich der Lebewesen, deren Zellen einen Kern besitzen. Sie sind den Tieren näher als den Pflanzen und hauptsächlich auf die Zersetzung von organischen Material spezialisiert. Es gibt unglaublich viele Arten von Pilzen. Einige davon sind sehr hochwertige Speisepilze, die uns mit wertvollen Eiweiß und gesunden Stoffen versorgen können und in der Lage sind, unser Immunsystem zu stärken. Es ist gar nicht schwer, Pilze selber zu züchten und es gibt sogar eine Methode, regelmässig anfallenden Kaffeesatz mit Hilfe von Pilzen zur Essensproduktion zu verwenden. Im Workshop "Grundlagen der Speisepilz-Kultivierung im Garten" gibt es eine kurze theoretische Einführung zu dieser Lebensform und zur Zucht von verschiedenen Speisepilzen. Dann setzen wir im Garten ein Pilzbeet für Austernseitlinge an.

Wo:
Jugendtheaterwerkstatt Spandau, Gelsenkircher Str. 20
Wann: 15.09.2020, 17:00 - 19:00 Uhr

Für Informationen Matthias anrufen: 01577-7730408

Mitdenken

Subsistenz im Alltag - Alltägliches Tun in den Nischen formeller Ökonomie

Subsistenz meint, etwas für eigene Zwecke jenseits der formellen Ökonomie zu tun. Ein subsistenz-orientierter Alltag bedeutet, dass Lohnarbeit, weite Transportwege, Verpackungsmaterialen und undurchsichtige Produktionsbedingungen allenfalls geduldet werden, wenn die eigenen Zwecke nicht anders erreichbar erscheinen. Wenn man diese Idee auf konkrete Fragen herunterbricht, kommt man schnell ins Grübeln: wenn ich ein Waschmittel herstelle, werde ich Soda verwenden oder kann und möchte ich darauf verzichten?

Indoorkompostierung

Die Denkwerkstadt Nahrungswandel forscht seit einigen Jahren, wie sich Lebensmittel durch Fermentation retten und aufwerten lassen. Auch bei der Humuserzeugung ist das Wissen um Fermentationsprozesse hilfreich und macht das Kaufen von Blumenerde überflüssig, da sich auch ohne viel Aufwand und Kosten in den eigenen vier Wänden fruchtbarer Humus erzeugen lässt. Was wir dem Boden entziehen, müssen wir ihm irgendwann wieder zuführen. Sich mit Kompostierung beschäftigen heisst, sich mit Stoffkreisläufen zu beschäftigen. Wie können wir zur Bodenfruchtbarkeit beisteuern, wenn wir in der Stadt keinen eigenen Garten haben? Was ist und bedeutet ein fruchtbarer Boden für uns? Was essen und konsumieren wir und was hat das für Auswirkungen auf den Boden? Und was hat das mit Klimawandel zu tun?

Impressionen

Kieztour Mitte Kieztour Peripherie Berlin Kieztour Kreuzkölln BigPicnic im Botanischen Garten Kimchi und Sauerkraut Wurmkompost Kombucha Ergebnisse eines Workshops

Über uns

Die Denkwerkstadt Nahrungswandel ist eine offene, herzliche und hierarchiefreie Gemeinschaft.

Im Fokus steht, das aktuelle Ernährungssystem zu hinterfragen und sich davon zu lösen, indem mit neuen und alten Techniken der Verarbeitung von Lebensmitteln experimentiert wird. Wir verstehen uns als Experimentierraum, in dem Erfahrungen, Rezepte sowie Alternativen zum derzeitigen Ernährungssystem geteilt, diskutiert und gelebt werden.

Wir wollen Wissen und Kompetenzen zu nachhaltiger Ernährung durch verschiedene Formate an die breite Öffentlichkeit herantragen und so zur Transformation des Ernährungssystems beitragen. Beispielsweise haben wir diverse Workshops zu Fermentation angeboten.

Unserer Gruppe umfasst unterschiedlichste Fachrichtungen und ein weites Spektrum an Interessen und Kompetenzen. Wir kommen aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten, Kunst, Informatik, Gärtnerei etc. Wir leben alle in Berlin und uns eint der Enthusiasmus für Fermentiation im weitesten Sinne, sei es die Fermentation von Gemüse, Fragen der Bodengewinnung oder die Kompostierung von Fäkalien.

Alle paar Wochen treffen wir uns zu einem gemeinsamen Essen mit vielen selbstgemachten Experimenten, wo wir uns austauschen und neue Aktivitäten besprechen.