Denkwerkstadt Nahrungswandel

Aktuell

Nach über 20 Workshops und Kieztouren in diesem Jahr machen wir ab November eine vorläufige Workshop-Pause und arbeiten unsere Erfahrungen in einem Buch auf. Wenn du uns für einen Workshop oder Kieztour anfragen möchtest oder einfach über neue Aktivitäten informiert werden möchtest, dann schick uns einfach eine Email mit Betreff Workshop, Kieztour oder Newsletter an post@denkwerkstadt-berlin.de

Workshop - Kastanienwaschmittel
Workshop - Seife herstellen

Haushaltsmittel & Körperpflege

Bei Haushaltsmittel & Körperpflege geht es um die Wirkungsweisen von Zutaten und Inhaltsstoffen und die Herstellung von Produkten für Dich und Dein Zuhause: vom Spülmittel bis zur Sonnencreme. Im Workshop wird gezeigt wie Du selber einfach, nachhaltig, günstig und gesund herstellen kannst, was du brauchst.

Damit wir Müll sparen, bringt Behälter - z.B. ausgediente Sprühflaschen, Schraubdeckelgläser und Cremedosen - mit.

Der Workshop findet einmal im Monat statt. Da die Plätze begrenzt sind, melde Dich bitte für die Teilnahme beim Trim Tab Collective an:

email: hallo@trimtabcollective.org

Wann: Jeden zweiten Dienstag im Monat, 19:00 Uhr
Wo: Baumhaus Projektraum, Gerichtstr. 23, 13347 Berlin

Kieztour

Utopia Berlin

Nach welchen Prinzipien können unsere Städte gestaltet werden, damit auch zukünftigen Generationen unsere Lebensqualität erhalten bleibt? Berlin bietet heute schon eine Vielzahl von Initiativen, die versuchen, ihre Vision von sozialer Gerechtigkeit und ökologischer Nachhaltigkeit zu leben. Komm mit auf unsere drei Kieztouren und entdecke Seiten Berlins, in der die Zukunft schon Realität geworden ist.

Touren

Wilder Osten Friedrichshain - Leben und wohnen zwischen den Systemen
Schöneberg - Zwischen Wildnis und Freizeitpark
Mitte - Im Herzen Berlins zwischen Fischerkiez und Holzmarkt
Wedding (Radtour) - Wildes Grün in der Stadt
Kreuzkölln (Radtour) - Zwischen urbanen und Schrebergärten
Spandau (Radtour) - Peripherie zwischen Brennpunkt und grüner Oase

Dauer der Kieztouren je 4-5 Stunden
Teilnahme auf Spendenbasis
Um vorherige Anmeldung wird gebeten

email: post@denkwerkstadt-berlin.de

DIY

Fermentation

Foodsaver stehen immer wieder vor der Herausforderung, mit dem vielen Gemüse und Obst zurande zu kommen, das ansonsten weggeworfen worden wäre. Aber auch wer einen Garten besitzt und ab und an mit saisonalen Überangebot konfrontiert ist, möchte keine Lebensmittel verkommen lassen. Es milchsauer zu fermentieren ist eine einfache Möglichkeit, Gemüse auch ohne Kühlschrank haltbar zu machen. Darüber hinaus produzieren die Milchsäurebakterien viele Vitamine und Mineralien, die wir zum Leben brauchen. Aber Früchte lassen sich durch alkoholische Gärung und Essigherstellung fermentieren und dadurch lange haltbar machen. In unseren Workshops zeigen wir Euch, wie man mit wenigen Handgriffen und einfachsten Mitteln Lebensmittel fermentieren kann.

Wir bieten folgende Themen an: Gemüse fermentieren, Sauerkraut, Kimchi, Bier, Wein, Kombucha und andere fermentierte Getränke

Sauerteig

Die Verarbeitung und Gewinnung von Sauerteig ist eine der aeltesten (mikrobiologischen) Kulturpraktiken. Ohne Sauerteig laesst sich Roggenmehl nicht zu einem gut verdaulichen Brot verarbeiten. Warum das so ist, wie man ein Roggenbrot backen kann und welche Aufgabe der Sauerteig dabei hat stellen wir Euch in unserem Workshop vor. Ausserdem zeigen wir, wie sich innerhalb wenigen Tage wilde Hefen und Milchsäurebakterien für einen neuen Sauerteigansatz gewinnen lassen.

Mitdenken

Subsistenz im Alltag - Alltägliches Tun in den Nischen formeller Ökonomie

Subsistenz meint, etwas für eigene Zwecke jenseits der formellen Ökonomie zu tun. Ein subsistenz-orientierter Alltag bedeutet, dass Lohnarbeit, weite Transportwege, Verpackungsmaterialen und undurchsichtige Produktionsbedingungen allenfalls geduldet werden, wenn die eigenen Zwecke nicht anders erreichbar erscheinen. Wenn man diese Idee auf konkrete Fragen herunterbricht, kommt man schnell ins Grübeln: wenn ich ein Waschmittel herstelle, werde ich Soda verwenden oder kann und möchte ich darauf verzichten?

Indoorkompostierung

Die Denkwerkstadt Nahrungswandel forscht seit einigen Jahren, wie sich Lebensmittel durch Fermentation retten und aufwerten lassen. Auch bei der Humuserzeugung ist das Wissen um Fermentationsprozesse hilfreich und macht das Kaufen von Blumenerde überflüssig, da sich auch ohne viel Aufwand und Kosten in den eigenen vier Wänden fruchtbarer Humus erzeugen lässt. Was wir dem Boden entziehen, müssen wir ihm irgendwann wieder zuführen. Sich mit Kompostierung beschäftigen heisst, sich mit Stoffkreisläufen zu beschäftigen. Wie können wir zur Bodenfruchtbarkeit beisteuern, wenn wir in der Stadt keinen eigenen Garten haben? Was ist und bedeutet ein fruchtbarer Boden für uns? Was essen und konsumieren wir und was hat das für Auswirkungen auf den Boden? Und was hat das mit Klimawandel zu tun?

Impressionen

Kieztour Mitte Kieztour Peripherie Berlin Kieztour Kreuzkölln BigPicnic im Botanischen Garten Kimchi und Sauerkraut Wurmkompost Kombucha Ergebnisse eines Workshops

Über uns

Die Denkwerkstadt Nahrungswandel ist eine offene, herzliche und hierarchiefreie Gemeinschaft.

Im Fokus steht, das aktuelle Ernährungssystem zu hinterfragen und sich davon zu lösen, indem mit neuen und alten Techniken der Verarbeitung von Lebensmitteln experimentiert wird. Wir verstehen uns als Experimentierraum, in dem Erfahrungen, Rezepte sowie Alternativen zum derzeitigen Ernährungssystem geteilt, diskutiert und gelebt werden.

Wir wollen Wissen und Kompetenzen zu nachhaltiger Ernährung durch verschiedene Formate an die breite Öffentlichkeit herantragen und so zur Transformation des Ernährungssystems beitragen. Beispielsweise haben wir diverse Workshops zu Fermentation angeboten.

Unserer Gruppe umfasst unterschiedlichste Fachrichtungen und ein weites Spektrum an Interessen und Kompetenzen. Wir kommen aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten, Kunst, Informatik, Gärtnerei etc. Wir leben alle in Berlin und uns eint der Enthusiasmus für Fermentiation im weitesten Sinne, sei es die Fermentation von Gemüse, Fragen der Bodengewinnung oder die Kompostierung von Fäkalien.

Alle paar Wochen treffen wir uns zu einem gemeinsamen Essen mit vielen selbstgemachten Experimenten, wo wir uns austauschen und neue Aktivitäten besprechen.